Wappen von  Rechberg
Burg Hohenrechberg / Rechberg - Baden Württemberg
Historie


1200-1250 Erbauung der Burg Hohenrechberg als staufische Dienstmannenburg.

1355 Erste urkundliche Erwähnung der Burg. Wilhelm I. von Hohenrechberg kauft 16 Tagwerk Wiesen am Berg zu Rechberg.

1441
Seyfried von Holz, Burgvogt zu Hohenrechberg – erste Erwähnung eine Vogts.

1448-1450
Kriegsleute der Reichsstädte Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Hall plündern die Umgebung der Burg, wagen diese jedoch nicht anzugreifen.

1473 Verleihung des Rechts „Stock und Galgen“ aufzurichten an Ulrich II. durch Kaiser Friedrich III.

1494 Vermerk in einem Lagerbuch: Alljährliche Lieferung durch das Kloster Blaubeuren von zwei hohen Filzschuhen mit Lappen nach Hohenrechberg zum Schutz der Wächter vor kaltem und feuchtem Wetter.

1525 Während des Bauernkrieges wird Hohenrechberg von den plündernden Bauern verschont. Die Burgbewohner müssen mit ansehen, wie zwischen dem 17. April und 2. Mai 1525 die Klöster Lorch und Adelberg sowie die nahe gelegene Burg Hohenstaufen niedergebrannt werden.

1546 Der Schmalkaldische Bund zieht vor Hohenrechberg auf. Die Burg bleibt allerdings unversehrt, dagegen wird Schwäbisch Gmünd eingenommen.

1554 tötet der als jähzornig bekannte Ulrich III. von Rechberg einen württembergischen Vogt und einen Geleitsknecht, worauf Herzog Christof von Württemberg dem Rechberger den Krieg erklärt.

Am 26. Februar 1554 ziehen die Württemberger unter Wilhelm von Janowitz, Melchior Schaufuß und Jörg von Schaumberg mit Fußvolk und Geschützen vor der Burg auf. In Abwesenheit des Burgherrn übergibt Ulrichs Gemahlin Anastasia die Burg kampflos. Ab dieser Zeit württembergische Besatzung.

9. April 1555 Ulrich III. erhält Hohenrechberg zurück.

Um 1590 Martin Cusius findet Hohenrechberg noch in sehr gutem Zustand.

1599 in den Auseinandersetzungen um das Erbe von Staufeneck-Hohenrechberg, hervorgerufen durch die nicht standesgemäße Verheiratung der Maria Magdalena von Rechberg mit ihrem Schreiber Johann Feigenputz, lässt Herzog Friedrich von Württemberg nicht nur Staufeneck besetzen, sondern auch am 25. November 1599 einige hundert Mann vor Hohenrechberg aufmaschieren. Sie sprengen die Riegel des äußeren Tores und dringen in den äußeren Zwinger ein. Der Burgvogt übergibt kampflos Hohenrechberg an die Württemberger, die eine Besatzung von acht Mann in die Burg legen. Erst am 19. September 1601 gelangen die Herren von Rechberg gegen Bezahlung von 18 000 fl. wieder in ihren Besitz.

1642 Heirat zwischen Graf Kaspar Bernhard II. mit der Rheingräfin Anna Amalie.

1648 Im letzten Kriegsjahr des 30jährigen Krieges wird Hohenrechberg durch in Schorndorf stationierte französische Soldaten eingenommen und verwüstet.

1786 Zerstörung des Altars der Kapelle im Westbau.

1. August 1796 General Moreau von der französischen Rheinarmee speist mit 8 Generälen, dem Kriegskommissar und 40 weiteren Offizieren auf Hohenrechberg.

6. Januar 1865 Zerstörung der Burg durch Blitzschlag in den Westbau. Der Westwind treibt das Feuer über alle Gebäude der Hauptburg. An einem Wiederaufbau ist nicht zu denken.

(Quelle: Günter Schmitt - Burgenführer Schwäbische Alb, Band 1 - Nordost-Alb. Biberach, 1988.)

 

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