Wappen von Hohenkammer
SCHLOSS HOHENKAMMER
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Historie

Grundriss

1042 - Wittelsbachische Ministerialen aus dem Geschlecht der Parthenecker kommen in Besitz der "Hohe Kamer", also ein vergleichsweise "edles" oder "hohes Haus" und nennen sich von nun an stolz "von Camer".

1200 - Ein Arnold von Camer tritt in dieser Zeit als wittelsbacher Ministeriale in Erscheinung.

1362 - Die Herrn von Kamer (Chammer) sind auch als Besitzer von der Schaumburg verbürgt. Für das begüterte Geschlecht ist das aber nur ein Nebensitz.

1414 - Ein Gebhart von Kamer erhebt in Ingolstadt beim kaiserlichen Hof Klage gegen die Münchner Herzöge und der Stadt München wegen der "Heimsuchung und Zerstörung meines Schlosses Schawenburg"

1551 - Den Herren von Kamern ist aus nicht geklärten Gründen das Geld ausgegangen und so ist Christoph von Kamer, der letzte seines Geschlechtes, gezwungen zu verkaufen und stirbt alsbald in großer Armut. Das "Edelgut Hohenkamer" samt "Blutzehnt bei allen Untertanen" mit insgesamt 1300 Hektar Land geht an den fürstlichen Rat und Statthalter zu Ingolstadt, Georg von Haslang.

1634 - Schloss Hohenkamer brennt zum ersten Mal während des Dreißigjährigen Krieges.

1648 - Während Georg Christoph von Haslang, ein Diplomat von Maximilian I. Herzog von Bayern, in Münster als Delegierter an den Friedensverhandlungen teilnimmt, erreicht ihn die Nachricht von der Katastrophe. Nachdem beim zweiten, aber verheerenden Brand das gesamte Anwesen niedergebrannt ist, erhält er 2000 Florint Gnadengeld für den Wiederaufbau.

1804 - Nachdem Sigmund von Haslang, ein bayerischer Botschafter, kinderlos gestorben war, ging der Besitz an die Grafen von Preysing.

1821 - Der frisch geadelte Johann Friedrich Freiherr Cotta von Cottendorf erwirbt das Anwesen.

1833 - Der Oberappellationsgerichtsrat Johann Baptist Freiherr von Vequel kauft Hohenkammer.

1917 - Das Anwesen wird an die Landwirtschaftliche Zentralgenossenschaft des bayerischen Bauernvereins eGmbH, Regensburg verkauft.

1920 - Die Fürsorgeanstalt St. Georgensheim übernimmt als Pächter das Schloss, gefolgt von einer landwirtschaftlichen Schule der Benediktiner.

1936 - Die SA-Sammelstelle in Bad Godesberg mietet das Anwesen.

1937 - Eine nationalsozialistische Genossenschaftsschule wird eingerichtet und 3 Jahre später eine Waldarbeiterschule des Reichsnährstandes.

1950 - Nutzung als bayerische Raiffeisenschule und Waldarbeiterschule.

1975 - Die BayWa wird Träger des gemeinsamen Schulungszentrums.

2003 - Die Munich Re ist der neue Eigentümer von Schloss Hohenkammer.

2006 - Nach der umfassenden Restauration durch die Munich Re wird das Anwesen bis heute als Seminarzentrum genutzt.

Quelle: Kostenlose Informationsbroschüre der Schloss Hohenkammer GmbH - Schloss Hohenkammer - Geschichte. Hohenkammer, 2012.
Michael Weithmann - Ritter und Burgen in Oberbayern. Dachau, 1999.
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