Wappen von Heidelberg
STADTBEFESTIGUNG
Europa / Deutschland / Baden-Württemberg / Heidelberg / Heidelberg

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Historie

Grundriss

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Stich der Stadt Heidelberg von Merian.
Quelle: Matthaeus Merian: Topographia Palatinatus Rheni, Ausgabe nach 1681.
(1200 x 524 Pixel)

KURZINFO

Die Stadtbefestigung von Heidelberg tritt touristisch und fortifikatorisch voll und ganz in den Schatten des Schlosses. Die Hauptstadt der Kurpfalz war nur durch einen einfachen Mauerring befestigt. Die Ende des 14.Jh. angelegte Vorstadt war sogar zum Neckar hin unbefestigt, die Mauer auf der Bergseite wurde noch um 1600 in ihrer einfachen Form instandgesetzt. Nur zur Rheinebene war mit dem Speyrer Tor und dem roten und dem blauen Turm ein vergleichsweise fester Abschluss der Stadt geschaffen worden. In Verlängerung dieses Mauerabschnittes wurde oberhalb der Stadtmauer in den 1460er Jahren das heute nicht mehr auszumachende Vorwerk "Trutzkaiser" errichtet. Im Gegensatz zu den umfangreichen im 16.Jh. entstandenen Befestigungsbauten des Schlosses wurden in der Stadt keinerlei Kanonentürme oder gemauerte Bastionen verwirklicht. Von der mittelalterlichen Stadtmauer stehen noch der südwestliche Eckturm der inneren, stauferzeitlichen Stadtmauer und das Brückentor. Das Klingentor wurde Anfang des 17.Jh. errichtet; beim Karlstor handelt es sich um einen Neubau von 1775. Als weiteres Bauwerk der Stadtverteidigung ist der Komplex Zeughaus/Marstall zu nennen, der unmittelbar am Neckarufer vor der inneren Stadtmauer gebaut wurde und mit vier Ecktürmen bewehrt ist. Das Zeughaus beherbergt heute eine Mensa, während vom Marstall nur die Ecktürme erhalten sind. Nach Ausbruch des Dreißigjährigen Krieges wurden mehrere Schanzen und das Vorwerk "Trutzbayer" angelegt. Ein Rundweg oberhalb der Altstadt führt zu den bescheidenen Überresten dieser Bauwerke.

SERVICE
GPS Koordinaten
GPS-Koordinaten
49° 24' 35.81" N, 8° 42' 24.15" E - Hexenturm
Höhe: ca. 125 m ü. NN
GPS Koordinaten
Topographische Karte(n)
nicht verfügbar
Warnhinweise
Warnhinweise:
-
GPS Koordinaten
Anfahrt mit dem PKW
Heidelberg erreicht man über die A656.
In der Altstadt, sowie den angrenzenden Stadtteilen gibt es ausschließlich kostenpflichtige Parkplätze.
GPS Koordinaten
Anfahrt mit Bus und Bahn
Zentraler Knotenpunkt des öffentlichen Personennahverkehrs ist der Bismarckplatz. Hier stand bis 1856 das Mannheimer Tor.
Eintritt

Öffnungszeiten
Der Hexenturm befindet sich im Hof der "Neuen Universität".
Der Hof ist werktags von der Seminarstraße aus oder durch das Universitätsgebäude zugänglich.
Zwischen Hexenturm und Klingentor liegt, abseits der Touristenströme, die gotische Peterskirche mit bedeutenden Grabdenkmälern des 15.- 18.Jh:
Werktags: 11.00 - 17.00 Uhr.
Samstags: 11.00 - 14.00 Uhr.

Eintritt

Eintritt
kostenlos

Gastronomie
Gastronomie auf der Burg
ja
Spielmöglichkeiten für Kinder
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeiten
Übernachtungsmöglichkeiten auf der Burg
ja
Spielmöglichkeiten für Kinder
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Behinderte
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
k.A.
weitere Infos
Weiterführende Information
-
Literatur

Weiterführende Literatur
Heidelberger Schlossverein: Mitteilungen zur Geschichte des Heidelberger Schlosses, Band II, Heidelberg 1890
Adolf von Oechelhäuser - Die Kunstdenkmäler des Großherzogthums Baden: Band 8,2 Heidelberg. Tübingen, 1909
Herbert Derwein - Die Flurnamen von Heidelberg, Heidelberg, 1940.
Frieder Hepp - Matthaeus Merian in Heidelberg: Ansichten einer Stadt. Heidelberg, 1993
Schloss Heidelberg und die Pfalzgrafschaft bei Rhein bis zur Reformationszeit. Regensburg, 2002
Burkhard Pape - Die Befestigungen am Heidelberger Schloss. Heidelberg 2006.

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