Wappen von Dreieich
BURG HAYN IN DER DREIECH (DREIEICH, HAGEN-HAIN)
Europa / Deutschland / Hessen / Offenbach / Dreieichhain

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Historie

Grundriss

Vermutlich entstand im 11. Jahrhundert der Wildbann Dreieich durch den Zusammenschluss von drei Jagdbezirken (Trebur/Mörfelden, Frankfurt/Langen, Dieburg) mit je drei Huben.

In der Mitte des 11. Jh. wurde die Wohnturmburg durch Ministerialen, die im Auftrag der salischen Kaiser den Forst verwalteten, errichtet.

1076 heiratet Eberhard v. Hagen die Arnsburger Erbtochter Gertrud. Damit fassen die Herrn v. Hagen auch Fuß in der Wetterau.

Die Burg war der Reichsforst und der Stammsitz der Reichsvögte v. Hagen. 1085 wurde ein Eberhardus de Hagone urkundlich genannt.

1162 ist Kuno I. von Hagen-Arnsburg-Münzenberg Reichskämmerer. Die Burganlage Hayn wird durch eine Burgmauer, den Palas und einen Bergfried erweitert.

1236 bekommt Ulrich v. Münzenberg die Burg Hayn zugesprochen.

1255 sterben die Hagen-Münzenberger im Mannesstamm aus. Ihr Besitz wird zwischen den Grafen von Hanau (1/6) und den Herrn von Falkenstein (5/6) geteilt und die Burg wird somit zur Ganerbenburg.

1256 bekam die neben der Burg entstandene Siedlung die Stadtrechte.

Um 1300 wird die Burgkirche St. Pancratius gebaut.

Im 14. Jh. wurde der Palas umgebaut (Verdoppelung der ursprünglichen Grundfläche).

1338 ist Hayn Sitz eines Forstmeisters.

1425 schlossen die Ganerben, die Grafen von Hanau und die Falkensteiner Erben, einen Burgfrieden auf der Burg Hayn. (Isenburg, Solms).

Seit dem 16. Jh. verfiel die Burg wegen Bedeutungslosigkeit.

1710 ist Burg Hayn ganz im Besitz der von Isenburg.

1718 erfolgt eine Wiederherstellung und Erweiterung der Burgkirche.

Im 18.Jh. wurden Teile der Burg von französischen Truppen zerstört.

Am Ende des 18.Jh. wurde die Ruine zum Abbruch freigegeben.

1881 erfolgte die Gründung des Geschichts- und Heimatvereins Dreieichenhain e. V.

1924 - Beginn der archäologischen Untersuchungen im Burgbereich durch Karl Nahrgang.

1931 erwarben der Geschichts- und Heimatverein die gesamte Anlage und ließen Sicherungsarbeiten und Untersuchungen vornehmen.

1938 erfolgte eine Restaurierung des Palas.

Quellen: Rudolf Knappe - Mittelalterliche Burgen in Hessen. 3. Aufl. Gudensberg-Gleichen, 2000 /
n.n. - Dreieichenhain - Burg und Stadt - Vergangenheit und Gegenwart. o.J.
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