HÖHLENBURG GRAFENLOCH | LUEGSTEINHÖHLE
 Weltweit | Europa | Deutschland | Bayern | Landkreis Rosenheim | Kiefersfelden, OT Mühlbach

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Allgemeine Informationen
Bedeutung Das Grafenloch oder auch Luegsteinhöhle genannte Objekt ist ein seltenes Beispiel einer Höhlenburg in Bayern.
Sie ist der vermutliche Vorgängerbau der später in Oberaudorf errichteten Auerburg, der nach seiner Aufgabe völlig in Vergessenheit geriet. Bis zur archäologischen Untersuchung 2008 galt die Luegsteinhöhle noch als jüngere Fluchtburg aus der Zeit des 30jährigen Krieges.
Lage In einer natürlichen Kalkstein-Höhle in einer Steilwand oberhalb des Luegsteinsees gelegen.
Nutzung keine
Bau/Zustand Ruine, Mauerreste
Typologie Höhlenburg
Sehenswert Vom Höhleneingang hat man einen guten Blick über das Inntal in Richtung Kiefersfelden. Erkennbar sind Reste des Zugangstors und einer bis zu 1,30 Meter dicken Stützmauer, die bis zu 5 Meter hoch in der Steilwand erhalten ist.
Bewertung Beeindruckende Lage in schwierigem Gelände, die gleichermaßen Schutz und Handikap für die Bewohner gewesen sein muss. Sehenswert!
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 47°38'28.08"N 12° 9'56.69"E
Höhe: 640 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
k.A.
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
Trittsicherheit erforderlich! Das letzte Wegstück führt auf einem Klettersteig an einem steil abfallenden Hang entlang. Der Eingang zur Höhle erfolgt über eine vier Meter hohe Metallleiter.
Im Winter oder bei schlechtem Wetter besteht akute Rutsch- und Absturzgefahr.
Anfahrt mit dem PKW
Von München/Rosenheim kommend über die A8 und A93 bis zur Abfahrt Kiefersfelden fahren. Dort abfahren und weiter über Landstrasse (Rosenheimer Strasse) in Richtung Oberaudorf/Mühlbach fahren. Hinter Mühlbach links in die Seestrasse zum Luegstein-See abbiegen.
Kostenlose Parkplätze am Luegstein-See in Oberaudorf.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
Wanderweg vom Luegsteinsee in ca. 20 Minuten auf einem steilen Waldpfad zur Höhle hinauf.
Öffnungszeiten
ohne Beschränkung
Eintrittspreise
kostenlos
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
keine
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
Von einem Aufstieg zur Höhlenburg mit kleinen Kindern ist abzuraten - siehe Warnhinweise oben.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht zugänglich
Bilder
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Grundriss


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Quelle: Hinweistafel an der Burg | Aufgenommen 2017.
Grundriss der Höhle anhand der Untersuchungen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Heidelberg im Jahr 2008.
Historie
10. Jh. Vermutete Errichtung der Burg. Archäologische Grabungen haben allerdings auch Spuren menschlicher Besiedlung der Höhle aus der sogenannten Urnenfelderzeit um 700 v. Chr. erbracht.
13. Jh. Vermutlich wird die Höhlenburg mit Errichtung der benachbarten Auerburg von den Bewohnern, mutmaßlich Vasallen der Grafen von Falkenstein, aufgegeben.
16. Jh. Die Höhlenburg ist bereits in Vergessenheit geraten und taucht auf zeitgenössischen Karten nicht mehr auf.
1967/1968 Der Ortspfarrer stellt erste Ausgrabungen an. Die Funde sind weitgehend verschollen.
2008 Im Grafenloch finden erstmals wissenschaftliche Grabungen des Instituts für Ur- und Frühgeschichte der Universität Heidelberg statt. Keramikfunde deuten auf eine Nutzung der hochmittelalterlichen Burg über mehr als 200 Jahre. Die heute noch sichtbaren Mauerreste stammen laut den Untersuchungen vermutlich aus dem 11. Jhdt.
Quelle: Infotafel am Luegsteinsee und am Zugangsweg.
Literatur
  • Weithmann, Michael - Ritter und Burgen in Oberbayern | Dachau, 1999.
  • Zdeněk Fišera - Jeskynní Hrady | Prag, 2005.
Webseiten mit weiterführenden Informationen
    k.A.
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  • [14.10.2018] - Neuerstellung.
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