BURG FREIENSTEIN
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Allgemeine Informationen
Die Sperrburg entstand während der Aufteilung der Besitzungen nach der Auflösung der Reichsabtei Kloster Lorsch an derer von Pfalzgrafen, Schenk von Erbach und Kurmainz.

Die Burg ist vom Hang mit einem tiefen Halsgraben vom Berg abgetrennt. Die Schildmauer umschliesst zusammen mit der Ringmauer die Hauptburg. Ein doppelter Zwinger sichert die Burg zum Tal. Die Burg wurde immer wieder umgebaut und erweitert. Als Erstes soll ein Turm, die spätere Kapelle, errichtet worden sein.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 49°31'40.3"N 8°57'48.0"E
Höhe: 328 m ü. NN
Topografische Karte/n
Burg Freienstein auf der Karte von OpenTopoMap
Kontaktdaten
-
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
k.A.
Anfahrt mit dem PKW
Kostenlose Parkplätze in Beerfelden-Gammesbach, ca.15 Minuten Fußweg zur Burg.
Anfahrt mit Bus oder Bahn
-
Wanderung zur Burg
-
Öffnungszeiten
Jederzeit frei zugänglich
Eintrittspreise
-
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
Keine Einschränkungen.
Gastronomie auf der Burg
keine
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
nicht barrierefrei
Bilder
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Grundriss
Grundriss
Quelle: Schäfer, Georg - Kunstdenkmäler im Grossherzogtum Hessen. A. Provinz Starkenburg, Kreis Erbach | Darmstadt, 1891 | Seite 100
Historie
Die Gründung der Hangburg "Schloß" Freienstein erfolgte im frühen 13. Jahrhundert, wobei es offen ist, ob sie durch die Reichsabtei Lorsch, die Pfalzgrafen, die Erbacher Schenken oder durch Angehörige derer von Freienstein erbaut wurde.

Von den Pfalzgrafen ging das Lehen noch im selben Jahrhundert an die Schenken zu Erbach über. Zu dieser Zeit residierten hier als Burgmänner die Herren von Freienstein. In strategisch günstiger Position gelegen, diente die Burg der Sicherung der südlichen Herrschaftsgrenze, insbesondere der Überwachung des Verkehrs im Gammelsbachtal.

Im Jahre 1354 verkaufte Arnold von Freienstein Burg und Dorf Gammelsbach an die Erbacher Schenken. Nun wurde sie zum Verwaltungssitz der Oberzent oder des Amtes Freienstein, dem die Stadt Beerfelden und 15 weitere Dörfer angehörten. Wiederholt war die Burg auch Witwensitz des Grafenhauses.

Nach dem großen Stadtbrand von Beerfelden 1810 erlaubte Graf Albert zu Erbach-Fürstenau den Obdachlosen, die Dachziegel und das Bauholz der Burg für den Wiederaufbau ihrer Häuser zu verwenden. Damit war ihr Zerfall eingeleitet, letztmalig wird sie 1811 als Armenwohnung genutzt.

Im Jahre 1887 fiel der Torbau in Trümmer.

Um 1890 wurde die Schildmauer mit einem Zuganker gesichert; dennoch musste sie 1938 um drei Meter abgetragen werden. Weitere Sicherungsmaßnahmen erfolgten 1906-14 unter Baurat Karl Krauß.

Im März 1988 stürzte die Schildmauer der Burg schließlich zum größten Teil ein. Heute sind hauptsächlich nur noch 2 zusammenhängende, hohe Mauern mit Fensterfronten erhalten. Von 1990-94 erfolgte die umfangreiche und kostspielige Restaurierung der Außenmauern.
Quelle: Zusammenfassung der unter Literatur angegebenen Dokumente.
Literatur
  • Knappe, Rudolf - Mittelalterliche Burgen, Burgruinen und Burgstätten in Hessen | Gudensberg, 2000 | Seite 549
  • Tillmann, Curt - Lexikon der deutschen Burgen und Schlösser. Band 1: Aach bis Marzoll | Stuttgart, 1958 | Seite 249
  • Biller, Thomas - Burgen und Schlösser im Odenwald. Ein Führer zu Geschichte und Architektur | Regensburg, 2005
  • Müller, Rolf (Hrsg.) - Schlösser, Burgen, alte Mauern. Herausgegeben vom Hessendienst der Staatskanzlei | Wiesbaden, 1990
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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