Wappen von Sonthofen
BURG FLUHENSTEIN
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Historie

Grundriss

Auf dem leicht erhöhten südlichen Teil der Felskuppe entstand unter Oswald von Heimenhofen im Jahr 1362 ein großer wohnturmartiger Bau über unregelmäßigem Grundriss.

1444 und 1463 wurde die offenbar nicht sehr wehrhafte Burg während Fehden mit dem Bischof von Augsburg bzw. der Stadt Kempten eingenommen und kurzzeitig besetzt.

Georg der Ältere von Heimenhofen verkaufte die Burg 1477 an das Hochstift Augsburg, das fortan Amtmänner auf ihr installierte.

Unter Bischof Friederich von Zollern, der auch 1501 die neue Burgkapelle St. Alexis weihte, erfolgte um 1500 ein Ausbau nach Norden, der sich aus einem geräumigen Hof und einem rechteckigen Gebäude zusammensetzte. Der Zugang erfolgte erneut von Osten mittels eines Steges. Dieser jüngere Baukomplex ist aufgrund des minderwertigen Baumaterials (brüchiges Schiefergestein) in einem äußerst schlechten Erhaltungszustand.

1572 und vor allem mehrfach im 18. Jahrhundert erfolgten Instandsetzungsmaßnahmen, nicht zuletzt in Folge von Belagerungen und Plünderungen durch aufständische Bauern (1525), Schmalkaldische Truppen (1546) und das Schwedische Heer(1632/1633).

Sechzehn Jahre nachdem der letzte Amtmann die Burg im Jahr 1769 endgültig verlassen hatte, beschrieb sie ein Baugutachten als leerstehend, mit 31 noch bewohnbaren, über vier Stockwerke verteilten Zimmern, die 72 Kreuzstockfenster besaßen.

Das endgültige Ende der Burg kam 1808, als der bayerische Staat die Ruine auf Abbruch verkaufte.

Quelle: Joachim Zeune - Burgenregion Allgäu. Eisenberg, 2008.
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