Wappen von Flossenbuerg
BURG FLOSSENBÜRG
Europa / Deutschland / Bayern / Neustadt a.d. Waldnaab / Flossenbürg

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Historie

Grundriss

um 1100 - Gründung der Burg durch Graf Berengar von Sulzbach.

1125 - Erste urkundliche Erwähnung der Burg in einer Schenkungsurkunde des Grafen Berengar I.

1188 - Nach dem Tode Graf Gebhard II., der ohne männlichen Nachkommen blieb, erwarb Kaiser Friedrich Barbarossa die Anlage. Die Burg bleibt bis 1251 staufische Reichsburg.

um 1200 - Der außerhalb des Mauerberings stehende Turm, eine Art Bergfried, wird errichtet.

1212 - Die Burg ist (wahrscheinlich) kurzzeitig Eigentum des böhm. Königs Przemysl Ottokar.

1251 - Kaiser Konrad IV. verpfändet die Burg an seinen Schwiegervater, Herzog Otto von Bayern.

1268 - Nach dem Tod des letzten Staufers, Konradin, geht der Burgbezirk als Erbe an die Wittelsbacher.

1274 - Die Wittelsbacher können die Burg gegenüber Ansprüchen des Reiches (Beschluß zur Rückführung des von den Staufern entfremdeten Besitzes and das Reich) und der böhmischen Krone zeitweilig verteidigen.

1298 - Herzog Albrecht von Habsburg verspricht die Burg dem böhmischen König die Burg, sollte Letzterer ihn bei der Wahl zum deutschen König unterstützen.

1309 - König Heinrich VII. versetzt die Burg an die oberbayerischen Herzöge Rudolph und Ludwig.

1314 - Die Burg wird erneut, diesmal von Herzog Ludwig von Bayern, dem böhmischen König für die Unterstützung zur deutschen Königswahl angeboten.

1316 - Der Burgbezirk wird an den Landgrafen von Leuchtenberg verpfändet. 1322 (oder später) erfolgt dann der Übergang des Pfands an den böhmischen König.

1341 - König Johann von Böhmen verpfändet die Burg für einige Jahre weiter an den Herzog von Sachsen.

1347 - Erneute Weiterverpfändung der Burg durch Karl von Böhmen an die Stadt Nürnberg. Hintergrund: finanzielle Unterstützung Karls zur Wahl des deutschen Königs durch die Stadt Nürnberg.

1353 - Auslösung der Burg durch Karl von Böhmen, welcher mittlerweile deutscher Kaiser ist.

Ende des 14. Jh. - Die böhmische Krone verpfändet fast alle Besitzungen in der Oberpfalz an den wittelbachischen Markgrafen Otto von Brandenburg. Da der Pfand nie wieder eingelöst werden kann, verbleibt die Burg bei den Wittelsbachern.

1393 - Nach dem Tod des Margrafen kommt die Burg über die Herzöge von Nider- und Oberbayern schließlich an das Herzogtum Bayern-Ingolstadt.

bis 1449 - Die Herrschaft Floß gelangt nach und nach an Herzog Heinrich den Reichen von Niederbayern.

1503 - Die Linie der niederbayerischen Wittelsbacher erlischt. Es kommt zum sog. Landshuter Erbfolgekrieg zwischen dem Herzog von Oberbayern und der pfälzischen Linie der Wittelsbacher.

1507 - Das Flosser Land (mit der Burg) kommt an an das neugegründete Herzogtum Pfalz-Neuburg.

1560er Jahre - Der Pfleger der Burg beklagt sich über ihre Baufälligkeit.

1589 - Zum Bau der Residendenz in Vohenstrauß wird tw. Steinmaterial von der Burg Flossenbürg verwendet.

1618 - Ausbesserungsarbeiten an der Burg, u.a. Neubedachungen der Wohngebäude.

Sommer 1634 - Dragoner des Leibregiment Herzog Bernhards von Sachsen stecken die Burg in Brand. Die Burg ist anschließend dem Verfall Preis gegeben.

1982-92 - Sanierung und Erforschung der Burg.

Quellen: Deutsche Burgenvereinigung e.V. (Hrsg.) - Oberpfalz. Augsburg, 2006 /
Andreas Boos - Die Ruine Flossenbürg. Flossenbürg, 1993.
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