Wappen von Bockenheim
Burg Emichsburg / Bockenheim - Rheinland-Pfalz
Historie


770

Erste urkundliche Erwähnung von Bockenheim.

1110

Graf Emich II. von Leiningen regiert über den Ort von seiner Stammburg Altleiningen.

1196

Erste Erwähnung der Kirche auf dem Gelände.

1237

Bockenheim fiel Friedrich III. von Altleiningen zu. Unter dessen Herrschaft entwickelte sich der Ort prächtig. Mauern, Türme und Tore, breite Gräben befestigten und sicherten ihn.

1460

Während der Mainzer Kurfehde wurde Klein-Bockenheim von Kurfürst Friedrich I dem Siegreichen von der Pfalz zehn Tage lang belagert und samt der Burg, auf der Leininger Grafen saßen, zerstört.

1471

Die Befestigung wurde wieder aufgebaut, doch Friedrich erschien wieder, brannte den Ort nieder und schleifte die Befestigung. Im gleichen Jahr wurde die Befestigung von Graf Emich VII. wieder befestigt.

1501

Das Kloster Wadgassen lies die Gräben einebnen und machte Durchbrüche in die Festungsmauer, um das Anwesen landwirtschaftlich zu nutzen.

1502

Graf Emich VII lies die Burg wieder aufbauen und nannte sie fortan Emichsburg.

1518

Die Wehrplattform mit Zinnenkranz des Kirchturm wird erneuert.

1593

Umgestaltung der Burg durch Graf Emich XI. in ein offenes Schlossgut der späten Renaissance.

17. Jhdt.

Das Schloss wird in den herrschenden Kriegen stark beschädigt.

1730

Graf Ludwig von Leiningen lässt einen neuen Wohnbau auf dem Schlossgelände errichten und diente ihm zeitweise als Residenz.

1752 bis 1766

Das Schloss wird repariert und saniert doch während der französischen Revolution wieder zerstört.

1806

Der Wehrkirchturm erhält einen "Steinhelm.

1806

Die zerstörte Emichsburg mit dem dazugehörigen Schlossgut ging an den protestantischen Pfarrer Weiß aus Großbockenheim über. Er ließ den ehemaligen Stall zu einem Wohngebäude herrichten. Nach seinem Tode ging das gesamte Gut an die Familie Janson über, in deren Besitz es sich noch heute befindet (Schlossgut Janson).

1906

Die ehemalige Gruft der "Leininger Grafen" wird bei Grabungen entdeckt, diese muss jedoch bereits vor 1900 geplündert worden sein. Die Gruft wurde später wieder zugeschüttet.

1964

Einzigartige Wandmalereien in der Schlosskirche werden restauriert.

(Quelle: Günter Stein - Burgen und Schlösser in der Pfalz - Frankfurt/Main 1976)


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