Wappen von Neustadt
Burg Breuberg / Neustadt/Odenw. - Hessen
Historie


Um 1160 - Abt Marquard I. von Fulda läßt auf dem Breuberg im Mümlingtal eine Vogteiburg errichten, um den Fuldaer Besitz im Odenwald besser behaupten zu können. Als Burgvögte werden die Herrn von Lützelbach eingesetzt. Bis 1806 besitzt Fulda die Oberlehensherrschaft über den Breuberg.

1220 - Konrad Reiz von Lützelbach nennt sich erstmals von Breuberg

1323 - Eberhard III. von Breuberg stirbt, mit ihm und seinem im gleichen Zeitraum verstorbenen Onkel Arrois erlischt das Geschlecht. Über deren Töchter gelangt die Herrschaft Breuberg an die Grafen von Wertheim, von Eppstein, von Trimberg und von Weinsberg. Durch Vererbung, Verpfändung, Burgenöffnungen und Wiedereinlösung während des 14. und 15. Jhds bildeten sich wechselnde Ganerbengemeinschaften im Breuberger Besitz aus, wobei jedoch die Grafen von Wertheim letztlich mit Erfolg versuchten hier ein eigenes, neues Machtzentrum für sich zu gewinnen.

1378 - Graf Johann I. v. Wertheim gründet Neustadt unterhalb des Breubergs.

1398 - Durch ein "Statut" Graf Johanns I. wird der Breuberg zum Sitz einer zweiten, regierenden Linie des Hauses Wertheim.

1407 - Graf Michael I. von Wertheim-Breuberg tritt (bis 1418 unter Vormundschaft) die Herrschaft an.

1497 - Graf Michael II. wird Alleinherr von Burg und Herrschaft Breuberg.

1505 - Beginn der Erweiterung der Festungsanlagen mit Geschütztürmen und dem Westabschnitt der Burg ("Schütt").

1509 - Mit dem Aussterben der älteren, Wertheimer Linie übernimmt Graf Michael II. die Gesamtherrschaft, der Breuberg entwickelt sich zur fürstlichen Residenz.

1524 - Einführung der Reformation durch Graf Georg II., in der Breuberger Burgkapelle wird lutherisch gepredigt.

1528 - "Wertheimer Zeughaus", frühe Renaissancearchitektur

1556 - Mit Graf Michael III. sterben die Grafen von Wertheim aus. Die Herrschaft Breuberg fällt an die Grafen von Erbach und von Stolberg-Königstein.

1598 - Graf Ludwig von Löwenstein übernimmt den Stolberg-Königsteinischen Anteil an Breuberg. Erbach und Löwenstein bilden ein Kondominium in der "Gemeinherrschaft Breuberg"

1613 - Errichtung des "Johann Casimir-Baus", genannt nach dem Grafen J. C. von Erbach, bis 1620 entsteht im Rittersaal die Stuckdecke mit der Ahnenprobe des Erbauers und einem reichen, mythologischen Bildprogramm.

1634 - Graf Gottfried v. Erbach schwedischer Kommandant des Breuberg. Im Dreißigjährigen Krieg wechselt die Vorherrschaft der beiden Breuberger Besitzer je nach "Kriegsglück", die Erbacher sind evangelisch und stehen auf Seiten der Schweden, die Löwensteiner sind katholisch und kaiserlich gesinnt.

1635 - Graf Ferdinand Carl v. Löwenstein kaiserlicher Befehlshaber der Burg

1627 - Vergebliche Belagerung des Breubergs durch die Schweden

1644 - Erneute Besetzung des Breubergs durch Erbacher Truppen

1648 - Im Westfälischen Frieden werden den Beiden Häusern Erbach und Löwenstein ihre Rechte am Breuberg bestätigt.

1743 - Kurzfristige Besetzung des Breubergs durch französische Truppen im "Österreichischen Erbfolgekrieg"

1780 - Überlegungen zum Abbruch der Burg als Steinbruch, Leerstehende Gebäude werden teilweise abgerissen.

1806 - Die Herrschaft Breuberg kommt an das Großherzogtum Hessen-Darmstadt

1919 - Erste hessische Jugendherberge in der Burg

1942 - Verkauf der Burg an den "Reichsverband für deutsche Jugendherbergen", In der Burg wird ein Lager für russische Zwangsarbeiter eingerichtet. Die Kapelle wird als Küche profaniert.

1948 - Übereignung der Burg an das Land Hessen.


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