Wappen von Boppard

Alte Burg (Zollburg) / Boppard - Rheinland-Pfalz

Infoseite


Parkmöglichkeiten

Anfahrt:
Boppard ist gut erreichbar über die A 61. Von der Abfahrt Boppard sind es noch 8 Kilometer hinunter ins Rheintal.

Es gibt eine begrenzte Anzahl von Parkplätzen am Rheinufer, teilweise unmittelbar in der Nähe der Burg, ein kleines Parkhaus liegt oberhalb der Altstadt in der Nähe des Bahnhofs (Parkleitsystem „P1“ folgen), von dort 2-3 Gehminuten zur Burg.

Parkplätze :
Kostenlose und kostenpflichtige Parkplätze.

Eintritt

Museum:

Öffnungzeiten : April - Oktober
Dienstag - Sonntag von 10.00h - 12.00h und 14.00h - 17.00 h

Der Museumsbesuch ermöglicht die Besichtigung des Wohnturms. Außenbesichtigung jederzeit möglich.

Gastronomie
Hotels und Pensionen am Ort, zahlreiche Restaurants, Weinstuben und Gastwirtschaften in unmittelbarer Nähe zur Burg.
Übernachtungsmöglichkeiten

Übernachtung auf der Burg nicht möglich

weitere Infos

Boppard besitzt Reste mehrerer historischer Wehranlagen. Der Kern der Altstadt steht auf dem Gelände eines spätrömischen Kastells, das auch nach dem Ende der Römerherrschaft als Zivilsiedlung weiter bestand. Im 14. Jahrhundert wurden die Mauern das Kastells zu eng. Darum vergrößerte man das Stadtgebiet und sicherte es durch mittelalterliche Stadtmauern. Zum Rhein hin wurde das Siedlungsgebiet um 60 Meter vorgeschoben, rheinauf- und abwärts legte man eine Ober- und Unterstadt an. Ein eindrucksvoller Mauerzug erstreckt sich entlang der Bahnlinie im Süden der Altstadt. Im Mauerverlauf entlang des Rheins finden sich noch mehrere Toranlagen, heute meist in der späteren Bebauung aufgegangen
.
Direkt am Rheinufer, knapp östlich des spätrömischen Kastellareals, im Bereich der „Oberstadt“, ließ 1340 Erzbischof Balduin von Trier eine Zollburg errichten. Die Burg war ursprünglich eine rechteckige Vierflügelanlage (Kastellburg), die durch ein Trockengrabensystem von der Stadt getrennt war. Dafür ließ Erzbischof Balduin sogar den nordöstl. Eckturm der römischen Kastellmauer (Reste am Hotel „Römerburg“ gegenüber der Burganlage) abbrechen.

Ältester, erhaltener Teil der Anlage ist der fünf Stockwerke umfassende, 33 Meter hohe Bergfried, eigentlich ein Wohnturm, der bis auf den Einbau der Fenster und des Dachs unbeschadet sechs Jahrhunderte überdauert hat. Über eine hölzerne Brücke besaß er ursprünglich seinen Zugang im 3 Stockwerk. In seinem Inneren finden sich u. a. Reste einer Kapelle (4. Stock) mit Wandmalereien und im Obergeschoß ein in das letzte Stockwerk eingehängtes Gefängnis. Die ehemalige „Wehrplatte“, das heutige oberste Stockwerk, besitzt unter dem umlaufenden Rundbogenfries sog. „Maschikulis“ (Wurfschächte). Nach einem Brand um 1499 und nochmals im 17. Jahrhundert wurde die Burg stark verändert. Vier runde Ecktürme ergänzten die Anlage. Die rheinseitigen Ecktürme wurden im 19. Jahrhundert wieder abgebrochen. Das Grabensystem ist heute aufgefüllt, aber als Strassenverlauf noch gut erkennbar.

Literatur

Mißling, Dr. Heinz E. - Boppard - Ein Stadtführer. Boppard, 1978.


Bild


Historie
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Grundrißplan

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