BURG ALTENDORF
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Allgemeine Informationen
Die Essener Burg Altendorf ist eines der seltenen Beispiele einer Höhenwasserburg. Zugleich besitzt sie den größten erhaltenen Wohnturm/Donjon zwischen Rhein und Weser. Dieser Wohnturm hat die Grundmaße von 11,95 x 13,10 m bei einer Höhe von 21,70 m und steht in der Kernburg. Die gesamte Burg (Vor- und Kernburg) war früher von einer Gräfte (Wassergraben) umgeben.
Informationen für Besucher
Geografische Lage (GPS)
WGS84: 51°25'1.62"N 7°7'26.09"E
Höhe: ca. 105 m ü. NN
Topografische Karte/n
nicht verfügbar
Kontaktdaten
Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V. | Dieter Bonnekamp | Mühlenweg 33c | 45289 Essen
Telefon: 0201 571531 | eMail: info@hbv-burgaltendorf.de
Warnhinweise / Besondere Hinweise zur Besichtigung
keine
Anfahrt mit dem PKW
Anfahrt über die BAB A44 Ausfahrt 40 E Überruhr. Von dort der Beschilderung nach Burgaltendorf folgen und anschließend der Beschilderung zur Burg folgen, welche an der Burgstrasse liegt.
Kostenlose Parkplätze direkt an der Burg
Anfahrt mit Bus oder Bahn
k.A.
Wanderung zur Burg
k.A.
Öffnungszeiten
Die Vorburg ist unbegrenzt zugänglich. Infotafeln geben Informationen zur Anlage.
Von Mitte April bis Mitte Oktober bemüht sich der Heimat- und Burgverein, an jedem Samstag, Sonntag und Feiertag von 15-17 Uhr ein Mitglied zur Aufsicht vor Ort zu haben. Dann ist ein Betreten des Burgturms mit seiner Aussichtsplattform möglich.
Eintrittspreise
Die Besichtigung der Vorburg ist kostenlos. Die Besichtigung der Kernburg ist an den Öffnungstegeb ebenfalls kostenlos. Dem Heimat- und Burgverein sind Spenden jedoch willkommen. Diese kommen der Erhaltung der Burg zugute.
Einschränkungen beim Fotografieren und Filmen
ohne Beschränkung
Gastronomie auf der Burg
Café - Restaurant Burgfreund auf der Burg.
Burgstraße 2 | 45289 Essen-Burgaltendorf | Telefon 0201-578935 | eMail: info@burgfreund.de
Öffentlicher Rastplatz
keiner
Übernachtungsmöglichkeit auf der Burg
keine
Zusatzinformation für Familien mit Kindern
k.A.
Zugänglichkeit für Rollstuhlfahrer
erreichbar
Bilder
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Grundriss
Lageplan der Burg.
  1. Zugang zur Vorburg.
  2. Gesperrter Zugang zur Hauptburg.
  3. Torhaus.
  4. Wirtschaftsgebäude (mit Küche).
  5. Köttergebäude.
  6. Burggaststätte.
  7. Rundturm.
  8. Wassergraben.
  9. "Altes Denkmal".
  10. Schießscharten.
Quelle: Hinweistafel auf der Burg.
Zeichnung der Südseite des Wohnturms.
Quelle: Hinweistafel auf der Burg.
Historie
um 1180 Nach Überlieferung und Baubefund fällt der Bau der Burg in die 2. Hälfte des 12. Jh. Danach hat der damalige Kreisheimatpfleger des Kreises Hattingen, Dr. Eversberg, einen Anlass für den Bau gesucht. Er fand ihn in der Verleihung des Herzogtums Westfalen an die Erzbischöfe von Köln im Jahr 1180. Er glaubte, sie wollten mit dieser Burg und mit anderen ihr Herzogtum gegen den Vorbesitzer, Herzog Heinrich den Löwen, sichern. Welchen Sinn dies im Westen des Herzogtums gegen einen östlich angrenzenden Feind haben sollte, hat sich mir nicht erschlossen.
Unser Ort hieß bis zur Eingemeindung nach Essen "Altendorf", zuletzt mit dem Zusatz "Ruhr", da es der Altendorfs so viele gab. Die erste sichere Erwähnung "unseres" Altendorf finden wir in 1166. Es geht in der Urkunde um Zinsleistungen, die "in villa Aldendorpe" abzuliefern sind. Hätte es die Burg noch nicht gegeben, hätte man sicher am 1,5 km entfernten zuständigen Kirchort Niederwenigern abliefern müssen. So kommt z. B. die Teilung der Grafschaft Berg im Jahr 1160 als Anlass in Frage. Dabei erhielt der jüngere Spross die Gft. Altena, aber auch die ganz wichtigen Vogteirechte über die Stifte Essen und Werden. Und in Altena war man weit weg, auch fuhr die S-Bahn noch nicht. So war es vorteilhaft, eine Ministerialenfamilie in der Nähe dieser Stifte zu haben. Man fand sie in denen "von Aldendorp" aus dem Bereich Rheinbach - Meckenheim. So sagt es auch eine Überlieferung. Dann nannte man diesen Weiler nach dieser Ministerialenfamilie.
um 1400 Bei diesem Umbau wurde die Geschosszahl von drei auf fünf erhöht. Das machte einen Umbau des ursprünglichen Erdgeschoss in ein Kellergeschoss notwendig mit dem Einbau eines mächtigen Tonnengewölbes.
um 1535 Der halbrunde Treppenturm, über den man die oberen Stockwerke erreichte, wurde abgerissen. Auf seinem Fundament wurde ein zeitgemäßer, typischer Renaissance-Treppenturm errichtet.
um 1600 Es starb nur unser Zweig der Schellenberger aus. Der Hauptzweig auf Haus Schellenberg lebt noch heute. Die Erben, es waren unendlich viele, mussten 1629 die Burg verpfänden. In den Händen des Pfandherrn, eines Capitain Mangelmann, und seiner Erben blieb die Burg bis 1850. Erbstreit gab es unter den Erben Mangelmanns. Es kam zu einer 1/3. und 2/3.-Lösung unter den beiden Linien. Dies blieb bis zum Verkauf 1850.
1904 Erste bauliche Sicherung der großen Ausbrüche von den Zinnen her.
1965-1969 Grundlegende Sanierung der Anlage. Entfernen massiven Efeubewuchses und Wiederaufbau der großenteils verfallenen Mauern um den Wohnturm und die Vorburg. Errichtung einer Brücke Vorburg - Hauptburg, einer Aussichtsplattform auf dem Turm und einer Wendeltreppe aus dem Wohnturm nach dort. Bau eines Restaurants in der Vorburg.
2001-2006 Erneute Sanierung des Mauerwerks von Haupt- und Vorburg.
Quelle: Dieter Bonnekamp, Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e.V.
Literatur
  • Bonnekamp, Dieter - Die Burg Altendorf | Essen, 2005.
  • Heimat- und Burgverein Essen-Burgaltendorf e. V. (Hrsg.) - Die Burg Altendorf | Essen, 1990.
  • Leenen Stefan - Burg Altendorf. In: Kai Niederhöfer (Red.): Burgen AufRuhr. Unterwegs zu 100 Burgen, Schlössern und Herrensitzen in der Ruhrregion | Essen, 2010 | S. 163–166.
Webseiten mit weiterführenden Informationen
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